Trompeten

Bei Trompeten handelt es sich um Blasinstrumente aus Blech. Sie verfügen über ein sogenanntes Kesselmundstück, in das hineingeblasen wird. Prinzipiell ähneln sie in ihrer Funktionsweise einer Pfeife. Die sogenannte Mensur ist sehr schmal, dann weitet sich das Instrument und endet in einem Schalltrichter. Die Länge von Trompeten liegt standardmäßig bei etwa 134 Zentimetern.

Die Geschichte der Trompete

Die alten Ägypter bedienten sich bereits vor tausenden von Jahren dieser Blasinstrumente. Zwar handelte es sich noch nicht um die uns heute bekannte Form, jedoch entsprachen die Vorläufer schon damals diesem Prinzip. Sie wurden ebenfalls aus Metall gefertigt. Im alten Judentum, bei den Römern und im antiken Griechenland traten sie auch in Erscheinung. Die Bauform war allerdings etwas anders, sie wies keine Windungen auf und war wesentlich länger als die heutige Form. Die Römer und Kelten stellten trompetenähnliche Blasinstrumente in gerader Rohrform her, welche an ihrem Ende über Tierhörner verfügten, die als Schalltrichter dienten. Die Germanen formten ihre Instrumente nach dem Vorbild eines Mammutstoßzahnes. In der Antike wurde hauptsächlich Bronze zur Herstellung verwendet, die in speziellen Schmelzverfahren verarbeitet wurde.

Unterschiedliche Varianten

Trompeten werden in drei verschiedenen Varianten hergestellt. Unterschieden wird zwischen der Naturtrompete, der Klappentrompete und der Ventiltrompete. Heute kommt meist die Ventiltrompete zum Einsatz, welche über entsprechende Dreh- oder Pumpventile verfügt. Das Instrument wird in der linken Hand gehalten, wobei Ring-, Mittel- und Zeigefinger der rechten Hand die Ventilknöpfe bedienen. Die Pumpventile einer Trompete liegen senkrecht, die Züge der Drehventile liegen waagerecht. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren diese Bauweisen praktisch ausgereift. In Deutschland werden heute hauptsächlich Trompeten verwendet, die über Drehventile verfügen. Hier werden sie auch oft als Jazztrompete bezeichnet. Instrumente mit Pumpventilen werden in Frankreich bevorzugt.

Die Tonerzeugung und der Klang einer Trompete

Bei einem Blechblasinstrument werden Töne nach dem Prinzip einer Polsterpfeife erzeugt. Dies bedeutet, dass die Schwingung der Lippen eine Standwelle in der Trompete entstehen lässt. Die Luft oszilliert auf diese Weise im Blasinstrument. Der Spielende erzeugt die Töne durch das Schwingen seiner Lippen, dann kommt es zu einer Synchronisation mit der Luftwelle in der Trompete. Zuständig für die Ausführung dieser Schwingungen ist die Oberlippe. Der Verlauf der Mensur des Instruments ist immer entscheidend für die Tonvielfalt. Der Spielende hat nur bedingt die Möglichkeit, die Tonerzeugung zu variieren. Genaugenommen bedeutet das, dass die Vielfalt der Klänge einer Trompete durch die Lippenschwingung in Zusammenspiel mit dem Verlauf der Mensur des Instruments beeinflusst wird.

Das verwendete Material zum Bau von Trompeten

Zum Bau einer Trompete werden als Grundmaterialien hauptsächlich Messing, Goldmessing, Neusilber und Bronze verwendet. Bronze wird hier meist für die Herstellung der Wechselkörper der Drehventile eingesetzt, insbesondere bei qualitativ höherwertigen Blasinstrumenten. Zur Beschichtung der Instrumente kommen Klarlacke, Goldlacke, Farblacke, Silber, Gold und Nickel zum Einsatz. Die Gehäuse der Ventile bestehen zum größten Teil aus Messing. Messing mit Nickelgehalt wird hier an einer silberfarbenen und durchgehenden Beschichtung erkannt. Ebenso werden Materialien wie rostfreies Edelstahl und weitere spezielle Legierungen, meist nickelhaltig, verwendet. Die meisten aufgesetzten Zubehörteile bestehen aus Messing.