Saxophone

Ein Saxophon bezeichnet ein Musikinstrument, welches über einen Korpus aus Metall verfügt. Dennoch wird es zu den Holzblasinstrumenten gezählt, weil die Töne mittels eines Rohrblattes erzeugt werden.

Die Geschichte des Saxophons

Erfunden wurde dieses Instrument im Jahre 1840 von dem aus Belgien stammenden Erbauer Adolphe Sax, nach dem es auch benannt wurde. Die Patentierung erfolgte dann bereits 1846 in Frankreich. Die Begründung für den Antrag auf das Patent war der Bedarf an einem Holzblasinstrument mit höherer Klangqualität. Zunächst stellte Sax ein Instrument her, welches auf einem Bass in C basierte. Konzipiert wurde das Saxophon für die Stimmlagen Sopran bis Subkontrabass. Die Stimmung auf C und F war für die Verwendung in Sinfonieorchestern vorgesehen, die Stimmung auf B bis E diente dem Einsatz des Instrumentes beim Militär. C- und F-Saxophone sind heutzutage weniger gebräuchlich, ebenso waren sie nie besonders bedeutend. Instrumente in C-Stimmung waren bis Mitte des 20. Jahrhunderts im Musikstil des Jazz weit verbreitet. Seit dem Jahre 1929 führte Henri Selmer die Produktionsstätte in Paris und erlangte offiziell auch die Rechte am Patent. Im Jahre 2010 bestand das Unternehmen bereits seit 125 Jahren. Saxophone aus dieser Herstellung zeugen von hoher Qualität und haben sich fest etabliert. Aber erst der Jazz ließ diesen Instrumenten echte Bedeutung zukommen, da ihre Klangweise sehr variabel und dynamisch ist. Das Saxophon ist mittlerweile ein sehr beliebtes Soloinstrument, welches bei vielen berühmten Solokünstlern zum Einsatz kommt.

Die Spielweise des Saxophons

Das Saxophon verfügt über ein Mundstück, in das hineingeblasen wird. Die oberen Schneidezähne sollten dabei vorne auf der schrägen Seite aufliegen. In der klassischen Spielweise wird ähnlich wie bei der Klarinette die Unterlippe über die untere Zahnreihe nach innen verlegt und gegen das Instrumentenblatt gedrückt. Dies wird auch als geschlossener Ansatz bezeichnet. Der offene Ansatz wölbt die Unterlippe nach außen. Nur die Lippen sollten mit dem Blatt in Kontakt kommen. So ist es möglich, einen harten Klang zu erzielen. Für eine leichtere Reaktion des Blattes sollte es vor dem Einsatz beidseitig angefeuchtet werden. Die oberen Instrumentenklappen werden mit der linken Hand betätigt, und der linke Daumen verweilt auf der sogenannten Daumenplatte. Somit wird der obere Abschnitt des Korpus gehalten. Sofern notwendig, wird mit dem Daumen auf die oben liegende Oktavklappe gedrückt, um das Spielen so zu erleichtern. Mit der rechten Hand werden die unten befindlichen Klappen des Saxophons betätigt. Der rechte Daumen hält das Blasinstrument mittig, indem es vorsichtig vom Spieler weggedrückt wird. Die übrigen Finger beider Hände halten jeweils eine Klappe. Oben am Instrument befindet sich noch eine weitere kleine Klappe sowie die sogenannte Flageoletklappe. Diese werden vom Zeigefinger der oberen Hand betätigt. Beide kleinen Finger links und rechts betätigen jeweils zwei weitere Klappen. Diese verfügen untereinander über Rollen, die den Wechsel der Klappen erleichtern.