Posaunen

Die Posaune bezeichnet ein sehr tiefes Blasinstrument aus Blech, welches über eine zylinderförmige Mensur verfügt und zu den Trompeten gezählt wird. Die natürliche Resonanz der Posaune wird erreicht, indem die Töne durch die Schwingungen der Lippen des Bläsers ausgegeben werden.

Bauweise und Funktion einer Posaune

Posaunen sind in der Form eines S gebogen und verfügen somit über ein zylinderförmiges Rohr, in dessen Ende ein Mundstück eingearbeitet ist. Am anderen Ende befindet sich der Schalltrichter. Alle Posaunenarten verfügen zum Spielen über ein sogenanntes Kesselmundstück. Die spezielle Mensur der Instrumente bewirkt eine harte Klangweise, und sie hat ebenfalls Auswirkungen auf die Energie des Schalls. Bei der Posaune erfolgt eine stärkere Bündelung des Schalls als bei vergleichbaren Instrumenten. Die Töne werden durch die Vibrationen der Lippen des Bläsers erzeugt. Die in das Instrument geblasene Luft wird in stehenden Wellen angeregt. Der dynamische Schallpegel ist sehr variabel und liegt im Schnitt bei ungefähr 37 Dezibel. In direkter Nähe können Höchstwerte von mehr als 115 Dezibel erreicht werden.

Die Geschichte der Posaune

Die Geschichte der Posaune reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Etwa um das Jahr 1450 kam sie in Burgund als weiterentwickelte Zugtrompete zum Einsatz. Die Posaune zählt wie die Violine zu den ältesten Orchesterinstrumenten. Naturtrompeten waren allgemein sehr lang, weshalb sie in die Form eines S oder einer Brezel gebracht wurden. Die Bezeichnung Posaune stammt aus dem englischen, französischen und italienischen Raum und bedeutet übersetzt „große Trompete“. Die deutsche Bezeichnung wurde aus der altfranzösischen Sprache abgeleitet.

Bauformen und Stimmlagen

Zur Änderung der Tonhöhe der Posaune dient der Zug. Durch Betätigung kommt es zu einer Verlängerung der Luftsäule. Der Zug besteht aus quer miteinander verbundenen Rohren, welche sich innen befinden. Hierzu zählt auch der äußere Zug in U-Form, der meist auch eine Wasserklappe enthält. Die inneren Rohre haben einen größeren Durchmesser und liegen dicht am Außenzug. Fett dient zur Schmierung dieser Züge und muss regelmäßig aufgetragen werden. Dadurch läuft eintretende Flüssigkeit perlförmig auf beide Teleskoprohre. Ohne diese Schmierung käme es zu einer hohen Reibung bei Kontakt der Materialien wie Messing oder Chrom, welche dann die Funktionsweise der Züge beinträchtigt. Der Spieler sollte also die Züge auch während des Spielens immer mit Wasser befeuchten. Als Alternative zur Kombination aus Fett und Wasser kann ebenfalls ein Gemisch aus Silikonöl zum Einsatz kommen. Alle Blechblasinstrumente verfügen weiterhin über einen Stimmzug zur Kalibrierung des Instruments. Bei der Posaune befindet sich dieser Zug hinten im Bogen vor dem Schallteil. Diese Bauweise ist wenig kostenaufwändig und mit geringem Arbeitsaufwand umzusetzen. Es kann allerdings beim Ansprechen und Intonieren der Posaune zu Problemen führen, da es sich hier um einen Instrumentenbereich handelt, der in konischer Hinsicht erheblich erweitert wurde und zusätzlich durch die Zylinderform unterbrochen wird. Alternativ kann die Vorrichtung zum Stimmen in die Züge integriert werden.