Keyboards & Synthesizer

Tasteninstrumente, allen voran Keyboards & Synthesizer, zählen zu den beliebtesten Musikinstrumenten der Neuzeit. Sie können solistisch oder in einem Ensemble gespielt werden und überzeugen mit einem schier unerschöpflichen Klangspektrum. Diese musikalische Vielfalt macht die Instrumente so einzigartig und beliebt. Besonders Anfänger schätzen den relativ leichten Einstieg in die weite Welt der Musik, der mit einem Keyboard fast immer gelingt.

Eine einzigartige Erfolgsgeschichte aus dem Jahre 1885

Der Siegeszug elektronischer Tasteninstrumente begann im Jahre 1885 mit der Herstellung des ersten Vertreters dieser Instrumentengattung. Seitdem entwickelten sich mit Strom betriebene Tasteninstrumente stets weiter und fanden Einzug in diverse Musikstile. In der Regel besitzen Keyboards 61 Tasten, da die Keyboardklaviatur von der Orgelklaviatur abgeleitet wurde. Im Gegensatz zu elektronischen Pianos haben Keyboards ein geringes Eigengewicht und sind mit einer Begleitautomatik ausgestattet, die ein anderes Spielkonzept voraussetzt. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn man solistisch auftreten möchte, da diverse Sounds und Begleitrhythmen abgerufen werden können.
In der Umgangssprache werden Mitglieder eines Ensembles, die elektronische Tasteninstrumente spielen, Keyboarder genannt – auch wenn ein Synthesizer gespielt wird. Eine Differenzierung wird oft nur von professionellen Musikern vorgenommen, da für Laien der klangliche Unterschied in der Regel schwer nachzuvollziehen ist. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen Keyboards und Synthesizern, die nicht unerwähnt bleiben sollten.

Unterschiede zwischen Synthesizern und Keyboards

Im Gegensatz zu Keyboards sind Synthesizer relativ junge Instrumente. Der erste spiel- und konfigurierbare Synthesizer wurde erst im Jahre 1964 auf einer Messe präsentiert und läutete damit die Geburtsstunde für diese Geräte ein. Synthesizer besitzen keine Begleitautomatik und werden daher meist nur zur Klangerzeugung eingesetzt. Jedoch lassen sich mit Synthesizern Töne erheblich verändern, was bei Keyboards nur eingeschränkt möglich ist. Dabei steht neben der auf Sampler basierten Klangerzeugung die analoge Form der Tonerzeugung im Vordergrund. Bei der ersten Form handelt es sich um Aufnahmen, auch Samples genannt, die im Gerät abgespeichert werden. Analoge Synthesizer erzeugen Töne in Wellenformen, welche weiterverarbeitet werden. Dies Ermöglicht die realistische Imitation von anderen Instrumenten wie z. B. einem Klavier oder einer Trompete. In weiteren Bearbeitungsschritten können die bereits erzeugten Töne noch weiter verändert werden.

Wie Sie ein passendes Instrument finden

Wer noch am Anfang seiner musikalischen Laufbahn steht, sollte sich genau über seine Ziele und Wünsche im Klaren sein. Ein ambitionierter Hobbymusiker ist meist mit dem Kauf eines Keyboards gut beraten, wohingegen Musikproduzenten oder Musiker der Technoszene eher auf Synthesizer zurückgreifen werden. Am Ende entscheidet natürlich immer der persönliche Geschmack, welches Instrument man kaufen möchte und welche Funktionen für die eigene Musik wirklich notwendig sind. Natürlich gibt es auch hier wieder verschiedene Preisklassen, die von günstig bis extrem teuer reichen. Wer ernsthaftes Interesse am Erlernen eines Instruments hat, sollte sich daher über namhafte Hersteller informieren und abwägen, ob sich eine hohe Investition langfristig lohnt, oder ob einfach nur einmal in die Welt der Musik „hineingeschnuppert“ werden möchte. Bei Unsicherheiten ist eine ausführliche Beratung von Experten unabdingbar, um das perfekte Musikinstrument zu finden.