E-Gitarren

Das Funktionsprinzip der E-Gitarre beruht auf elektrischem Strom. Diese Gitarren sind für die Abnahme von elektrischen Tönen konzipiert und haben im Vergleich zu akustischen Gitarren keinen akustischen Klangkörper, um die Schwingung der Saiten zu verstärken. Aus diesem Grund existieren unterschiedliche Bauweisen, welche dafür verantwortlich sind, dass eine E-Gitarre sehr viel einfacher zu bespielen ist. Am Anfang der Entwicklung der E-Gitarre stand das Bedürfnis nach mehr Lautstärke. In der Musikrichtung des Jazz beispielsweise konnten rein akustische Gitarren sich nur schwer gegen Blasinstrumente oder Klaviere behaupten. So wurde damit begonnen, etappenweise eine Alternative zur klassischen Gitarre zu schaffen, die mehr Leistungsfähigkeit versprach. Unter der Bezeichnung E-Gitarre erstreckt sich eine große Vielzahl an akustischen Saiteninstrumenten, welche über einen verbauten Tonabnehmer verfügen. Es gibt aber auch solche ohne Resonanzkörper. Auch hier existieren noch viele weitere Arten, die auch heute noch gebräuchlich sind. Diese E-Gitarren werden als halbakustisch bezeichnet.

Unterschiedliche Varianten der E-Gitarre

E-Gitarren sind in drei Gruppen eingeteilt, die sich hauptsächlich in ihrer Bauart unterscheiden. Die eine Gruppe bezeichnet solche Instrumente, die über einen Hohlraum verfügen. Diese Gitarren werden abhängig von der Höhe der Seitenwände als Halb- oder Vollresonanzgitarren bezeichnet. Die andere Gruppe beinhaltet die sogenannten Solidbodys. Diese werden aus untereinander verklebten Klötzen aus Massivholz gefertigt. Die bekanntesten E-Gitarren sind die Stratocaster des Herstellers Fender sowie die Gibson Les Paul des Herstellers Gibson. Es gibt noch zahlreiche weitere Modelle dieser Gitarrenbauer. Bis zum heutigen Tage werden sie produziert und eingesetzt. Verschiedene Tonabnehmer, unterschiedliche Konstruktionen und die Auswahl des Holzes bewirken entscheidende Unterschiede in der Klangqualität der E-Gitarren. Die Les Paul-Gitarre produziert einen tiefen und satten Klang, die Stratocaster beispielsweise gibt schärfere und transparentere Töne ab. Selbstverständlich gibt es auch noch völlig andere Bauweisen und Instrumente mit speziellen und auf die jeweilige Musikrichtung abgestimmten Formen. An dieser Stelle ist die Flying V zu nennen, die die Form eines Pfeiles aufweist oder auch die Gibson Explorer und viele weitere Modelle.

Die Mechanik der E-Gitarre

Die Mechanik der E-Gitarren bezeichnet die zu drehenden Elemente am Gitarrenkopf, die dazu dienen, die Saiten aufzuwickeln und zu stimmen. Hier wird von den sogenannten Wirbeln gesprochen. Die Stahlsaiten sind sehr fest gespannt, deshalb besteht die Mechanik dieser Instrumente hauptsächlich aus Metall. Klassische Konzertgitarren verfügen über Saiten aus Nylon. Einige Modelle haben eine Kopfplatte, auf der alle Teile hintereinander auf einer Seite geordnet sind. Der Kopf weist eine schräge Form auf und ermöglicht somit diese Formation. Der Betrachter erkennt vorne eine gerade Führung der Saiten. Dieses hat den Vorteil, dass grundsätzlich weniger gestimmt werden muss. Für hohe Saiten kommen Saitenniederhalter zum Einsatz, welche für die Festigkeit der Saiten am Sattel sorgen. Les Paul-Gitarren verfügen ebenso wie akustische Gitarren über drei Elemente auf jeder Seite. Die Kopfplatten winkeln sich nach hinten ab, und der Sattel führt die Saiten zur Mechanik der E-Gitarre. Einige E-Gitarrenmodelle weisen auch andere oder gemischte Formen dieser beiden Bauweisen auf. Bekannt in der Herstellung dieser Mechaniken sind beispielsweise die Unternehmen Schaller, Kluson, Gotoh und Grover.